Zwei von fünf, und einer von fünfundzwanzig
Im zuletzt gemeldeten Jahr erhielten 40,8 % der jordanischen Beschäftigten weniger als zwei Drittel des jordanischen Medianstundenverdienstes, und 4,0 % der portugiesischen. Das sind der höchste und der niedrigste Anteil der 103 Volkswirtschaften, die seit 2019 alle drei Zahlen melden: Platz eins und Platz hundertdrei. Die Tabelle stellt sie neben die übrigen Volkswirtschaften, in denen dieses Ressort erscheint, dazu Uganda.
Zwischen beiden Enden ist die Streuung groß und die Mitte dicht besetzt. Die mediane Volkswirtschaft liegt bei 21,8 %, und in 34 der 103 ist mindestens ein Viertel aller Beschäftigten niedrig bezahlt; in 9 liegt der Anteil unter einem Zehntel und nur in 2, Portugal und Neuseeland, unter einem Zwanzigstel. Unter den fünfzehn der Tabelle liegt Indonesien bei 28,0 %, Türkiye bei 23,0 % und Indien bei 22,5 %, während Frankreich bei 10,5 % und Spanien bei 9,5 % liegt.
Die Rangfolge folgt nicht der Landkarte von Arm und Reich. Jordanien, der höchste Anteil der 103, ist eine Volkswirtschaft mittleren Einkommens, und es steht über Uganda mit 35,3 %, dessen Einkommen pro Kopf weniger als ein Fünftel des jordanischen beträgt. Neun Volkswirtschaften melden ein Viertel ihrer Beschäftigten im Niedriglohn und gehören dennoch zur reicheren Hälfte des Feldes.
| Volkswirtschaft | Jahr | Niedriglohn, % der Beschäftigten | Frauen | Männer | Rang von 103 |
|---|---|---|---|---|---|
| Jordanien | 2024 | 40,8 % | 42,2 % | 40,5 % | 1 |
| Uganda | 2021 | 35,3 % | 51,1 % | 28,4 % | 10 |
| Indonesien | 2023 | 28,0 % | 40,5 % | 21,9 % | 31 |
| Türkiye | 2025 | 23,0 % | 27,4 % | 20,8 % | 42 |
| Indien | 2025 | 22,5 % | 37,9 % | 16,9 % | 45 |
| Philippinen | 2024 | 17,3 % | 22,1 % | 14,2 % | 67 |
| Vereinigtes Königreich | 2025 | 16,3 % | 18,8 % | 13,9 % | 73 |
| Südkorea | 2025 | 15,8 % | 23,1 % | 11,0 % | 76 |
| Deutschland | 2024 | 15,1 % | 20,0 % | 12,8 % | 78 |
| Vietnam | 2024 | 11,5 % | 14,3 % | 9,3 % | 90 |
| Japan | 2025 | 10,7 % | 17,4 % | 6,6 % | 93 |
| Frankreich | 2024 | 10,5 % | 11,8 % | 9,3 % | 94 |
| Thailand | 2025 | 9,6 % | 9,4 % | 9,9 % | 97 |
| Spanien | 2024 | 9,5 % | 12,6 % | 7,3 % | 98 |
| Portugal | 2025 | 4,0 % | 4,2 % | 3,6 % | 103 |
Eine Linie zu Hause, und sie bewegt sich dennoch mit dem Einkommen
Weil die Schwelle national ist, hat dieses Maß keinen rechnerischen Grund zu fallen, wenn Länder reicher werden. Ein Land, in dem jede beschäftigte Person ein Vermögen verdient, und eines, in dem jede sehr wenig verdient, lägen beide nahe null, wäre die Bezahlung gleich verteilt. Über die 103 hinweg fällt der Anteil trotzdem mit dem Einkommen: Er korreliert mit minus 0,72 mit dem Logarithmus des Bruttoinlandsprodukts pro Kopf.
In Einkommensdrittel sortiert, liegen die Mediane bei 32,0 % im ärmsten Drittel, 20,4 % im mittleren und 15,8 % im reichsten. Die Schnitte liegen bei rund 11.700 und 37.800 Dollar pro Kopf. Was sich bewegt, ist nicht das Verdienstniveau, das dieses Maß nie sieht, sondern die Form der unteren Hälfte der jeweils eigenen Verteilung: Je ärmer die Volkswirtschaft, desto weiter liegen ihre niedrigen Verdienste unter ihrer eigenen Mitte.
Das Paar der Überschrift fügt sich in dieses Muster, ohne davon erklärt zu werden. Portugals Einkommen pro Kopf beträgt das 4,2-Fache des jordanischen, ein großer Abstand, aber kein zehnfacher, während sich die Niedriglohnquoten um den Faktor zehn unterscheiden. Einkommen ordnet diese Volkswirtschaften; es entscheidet sie nicht einzeln.
- DIE LINIE WIRD ZU HAUSE GEZOGEN. Eine beschäftigte Person gilt als niedrig bezahlt, wenn ihr Stundenverdienst unter zwei Drittel des Medianstundenverdienstes im eigenen Land fällt. Die Schwelle wird für jedes Land und jedes Jahr neu berechnet: Sie ist kein Währungsbetrag, kein gesetzlicher Mindestlohn und trägt keinen Vergleich von Verdienstniveaus über Grenzen hinweg.
- DER NENNER SIND ABHÄNGIG BESCHÄFTIGTE. Gezählt werden nur Personen, die für einen Arbeitgeber arbeiten. Selbstständige, Arbeitgeber und mithelfende Familienangehörige stehen außerhalb beider Teile des Bruchs, was vor allem dort zählt, wo Selbstständigkeit die Regel ist: Dort beschreibt dieser Anteil eine Minderheit aller Erwerbstätigen.
- NIEDRIGLOHN IST NICHT ARMUT. Es ist eine Eigenschaft des Stundenverdienstes einer Person, nicht des Einkommens eines Haushalts. Eine niedrig bezahlte Person kann in einem wohlhabenden Haushalt leben, und ein armer Haushalt kann gar keine abhängig beschäftigte Person enthalten; die beiden Maße beruhen auf verschiedenen Einheiten und können in entgegengesetzte Richtungen zeigen.
Jordaniens 40,8 % sagen also nicht, dass zwei von fünf Jordaniern arm sind, und auch nicht, dass eine jordanische beschäftigte Person weniger verdient als eine portugiesische: Sie sagen, dass 40,8 von hundert Beschäftigten in Jordanien weniger als zwei Drittel dessen erhalten, was die mittlere jordanische beschäftigte Person in einer Stunde verdient. Portugals 4,0 % sind dieselbe Zählung, gemessen an der portugiesischen Mitte.
Ein Anteil, eine Schwelle, und eine Lesart, die verliert, wo die Linie gezogen wird, behauptet, was die Quelle nicht sagt.
Was das Einkommen nicht berührt
In 87 der 103 Volkswirtschaften ist der Niedriglohnanteil bei Frauen höher als bei Männern, und der mediane Abstand beträgt 5,0 Punkte. Männer sind in 16 das stärker betroffene Geschlecht, und unter den fünfzehn der Tabelle gehört nur Thailand dazu, um einen halben Punkt.
Hier hört das Einkommen auf zu wirken. Der Abstand korreliert mit minus 0,07 mit dem Logarithmus des Einkommens, also gar nicht, und sein Median verläuft über die drei Drittel bei 6,5 Punkten, 4,9 Punkten und 4,5 Punkten. Frauen liegen in 24 der 34 ärmsten und in 33 der 35 reichsten Volkswirtschaften über den Männern: Der Abstand ist oben nicht kleiner, er ist gleichmäßiger.
Die Extreme zeigen dasselbe von beiden Seiten. In Uganda sind 51,1 % der beschäftigten Frauen niedrig bezahlt gegenüber 28,4 % der Männer, der größte Abstand der 103; Afghanistan ist der größte in die andere Richtung, mit 11,7 % der Frauen gegenüber 26,2 % der Männer, in einer Volkswirtschaft, in der nur sehr wenige Frauen abhängig beschäftigt sind. Zwei reiche Volkswirtschaften der Tabelle tragen ebenso große Abstände wie manche arme: Südkorea mit 23,1 % gegenüber 11,0 % und Japan mit 17,4 % gegenüber 6,6 %.
Was die Daten belegen
- Im zuletzt gemeldeten Jahr erhielten 40,8 % der jordanischen Beschäftigten weniger als zwei Drittel des jordanischen Medianstundenverdienstes (2024), der höchste Anteil von 103 Volkswirtschaften, und 4,0 % der portugiesischen (2025), der niedrigste.
- Über die 103 hinweg beträgt der mediane Anteil 21,8 %; 34 Volkswirtschaften liegen bei 25 % oder darüber und 9 unter 10 %.
- Der Anteil korreliert mit minus 0,72 mit dem Logarithmus des Einkommens pro Kopf, mit Medianen von 32,0 %, 20,4 % und 15,8 % im ärmsten, mittleren und reichsten Drittel.
- Der Niedriglohnanteil ist bei Frauen in 87 der 103 höher als bei Männern, der mediane Abstand beträgt 5,0 Punkte, und dieser Abstand korreliert mit minus 0,07 mit dem Einkommen: Mediane von 6,5, 4,9 und 4,5 Punkten über die drei Drittel, wobei Frauen in 33 der 35 reichsten Volkswirtschaften über den Männern liegen.
Was sie nicht belegen
- Dass eine niedrig bezahlte Person arm ist. Niedriglohn ist der Stundenverdienst einer Person gegenüber einem nationalen Median; Armut ist das Einkommen eines Haushalts nach Transfers und Steuern.
- Dass die Schwelle ein Mindestlohn ist. Sie sind zwei Drittel des Medianstundenverdienstes, je Land und Jahr neu berechnet, und keine gesetzliche Untergrenze wird hier gemessen.
- Irgendeinen Vergleich von Verdienstniveaus zwischen Ländern. Jeder Anteil wird an der Mitte des eigenen Landes gemessen: Eine niedrig bezahlte Person in einer Volkswirtschaft kann pro Stunde mehr verdienen als eine gut bezahlte in einer anderen.
- Dass ein Anteil gestiegen oder gefallen ist. Ein Jahr je Volkswirtschaft, und unterschiedliche Jahre wie Instrumente zwischen ihnen: Nichts hier ist ein Trend.
- Irgendeine Ursache oder Abhilfe, einschließlich Mindestlohn, Tarifbindung, Arbeitszeit, Branche oder Größe der informellen Wirtschaft. Keine davon wird hier gemessen, und nichts wird über China gesagt, das in diesem Fenster kein Jahr meldet, oder über Finnland, Island, Polen und Schweden, deren Nullen ausgeschlossen sind.
Methode
- Ein Maß. ILOSTAT-Datenfluss DF_EAR_XTLP_SEX_RT, Niedriglohnquote nach Geschlecht, gelesen über die SDMX-API der IAO am 20. September 2026. Eine beschäftigte Person gilt als niedrig bezahlt, wenn ihr Stundenverdienst unter zwei Drittel des Medianstundenverdienstes desselben Landes und Jahres fällt. Für jede Volkswirtschaft wird das letzte Jahr von 2019 bis 2025 verwendet, und die Werte für alle, für Frauen und für Männer stammen aus DEMSELBEN Jahr UND derselben gemeldeten Quelle: Ein Abstand ist nie das Nebeneinander zweier verschiedener Erhebungen.
- AGGREGATE SIND KEINE LÄNDER, UND VIER NULLEN SIND KEINE ANTEILE. Regionen und Einkommensgruppen wurden entfernt, indem nur Codes aus der Länderliste der Weltbank behalten wurden. Finnland, Island, Polen und Schweden melden für jedes Geschlecht exakt 0,0 %, was keine Verdienstverteilung hervorbringt; sie sind ausgeschlossen und hier benannt, statt als die niedrigsten der Welt gedruckt zu werden. Es bleiben 103 Volkswirtschaften: 36 mit 2025 als letztem Jahr, 37 mit 2024, 9 mit 2023, 6 mit 2022, 4 mit 2021, 3 mit 2020 und 8 mit 2019. Alle Ränge und Zählungen beziehen sich auf diese 103. China meldet in diesem Fenster kein Jahr, weshalb die Tabelle vierzehn der sechzehn Märkte dieses Ressorts enthält, dazu Uganda.
- DIE INSTRUMENTE UNTERSCHEIDEN SICH. 64 der 103 Werte stammen aus einer Arbeitskräfteerhebung, 13 aus einer Erhebung über Einkommen und Ausgaben der Haushalte, 12 aus einer Betriebs- oder Verdiensterhebung, 9 aus einer anderen Haushaltserhebung und 5 aus Verwaltungsdaten, einer Wirtschaftszählung, einer Volkszählung oder einer anderen Quelle. Der Text vergleicht sie so, wie die IAO sie veröffentlicht, und sagt es hier.
- Der Median ist der 52. der 103 Werte, 21,802 %, dargestellt als 21,8 %. 34 Volkswirtschaften liegen bei 25 % oder darüber, 9 unter 10 % und 2 unter 5 %. Jordaniens Wert beträgt 40,838 %, Portugals 3,954 %, und das Verhältnis zwischen beiden ist 10,3.
- Die Korrelation ist ein Pearson-Koeffizient über die 103 zwischen dem Anteil und dem natürlichen Logarithmus des Bruttoinlandsprodukts pro Kopf in Kaufkraftparität (Weltbank NY.GDP.PCAP.PP.CD, letztes Jahr). Die Einkommensdrittel schneiden bei rund 11.700 und 37.800 Dollar pro Kopf, mit 34, 34 und 35 Volkswirtschaften; der Wert jedes Drittels ist der Median seiner Mitglieder. Sie beschreiben, wie die Anteile über Volkswirtschaften hinweg zueinander liegen, nicht wie sich eine Volkswirtschaft bewegt hat. Jordaniens Einkommen pro Kopf beträgt 12.632 Dollar, das portugiesische 53.146.
- Gerundet wird einmal, bei der Darstellung, aus Werten, die die Quelle mit drei Nachkommastellen liefert: Uganda 35,304 %, Indonesien 28,005 %, Türkiye 23,009 %, Indien 22,518 %, Südkorea 15,828 %, Japan 10,674 %, Thailand 9,645 %. Die Werte für Frauen und Männer sind die der Quelle für dasselbe Jahr; der im Text genannte Abstand ist ihre Differenz, in voller Genauigkeit berechnet und einmal gerundet.
Primärquellen
- ILOSTATLow pay rate by sex: employees with hourly earnings below two thirds of the medianDF_EAR_XTLP_SEX_RT · 20. September 2026
- ILOSTATStatistics on wages: concepts, definitions and the low pay rateEarnings · 20. September 2026
- World Bank Open DataGDP per capita, PPP (current international $)NY.GDP.PCAP.PP.CD · 20. September 2026
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