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Foto: Jonas Tebbe / Unsplash · Deutschland

Marktbeobachtung · 29

Information und Kommunikation schrumpft als einziger Dienstleistungssektor der EU

Der Bereich zählt 73.950 Erwerbstätige weniger als ein Jahr zuvor, während die Erwerbstätigkeit in der EU um 1.021.430 wuchs, im dritten Quartal in Folge unter dem Vorjahr und erstmals seit 2010.

Im vergangenen Jahr kamen in den meisten Teilen der EU-Wirtschaft Erwerbstätige hinzu. In einem Dienstleistungsbereich nicht: Information und Kommunikation, vom Verlagswesen und Rundfunk bis zu Telekommunikation und Software, beschäftigt weniger Menschen als vor einem Jahr, im Vorjahresvergleich das dritte Quartal in Folge. Hier steht, wie groß der Rückgang ist, was Eurostat zählt und was nicht, wann der Bereich zuletzt schrumpfte, im Jahr 2010, und was der Rückgang ändert, wenn Sie einstellen oder Arbeit suchen.

-73.950Erwerbstätige im Bereich Information und Kommunikation der EU gegenüber dem Vorjahr, zweites Quartal 2026
+1.021.430Erwerbstätige in der gesamten EU-Wirtschaft im selben Jahr
3Quartale in Folge unter demselben Quartal des Vorjahres, die ersten seit 2010

Sechs Jahre Zuwachs, dann unter den Stand von 2024

20196.229.360
20206.327.140
20216.646.130
20227.009.280
20237.387.150
20247.606.890
20257.625.400
20267.551.450
Erwerbstätige im Wirtschaftszweig Information und Kommunikation, Europäische Union, jeweils im zweiten Quartal, saison- und kalenderbereinigt. Arbeitnehmer und Selbstständige, gezählt im Wirtschaftszweig des Unternehmens, für das sie arbeiten. Eurostat, namq_10_a10_e, gelesen am 6. Oktober 2026.

Der einzige Dienstleistungsbereich mit weniger Erwerbstätigen

Im zweiten Quartal 2026 waren in der Europäischen Union 7.551.450 Menschen im Bereich Information und Kommunikation erwerbstätig, 73.950 weniger als ein Jahr zuvor. Das ist ein Rückgang um 0,97 %, in einem Jahr, in dem die Erwerbstätigkeit in der EU insgesamt um 1.021.430 oder 0,46 % wuchs. Die Zahlen stammen aus den Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen von Eurostat, veröffentlicht am 6. Oktober 2026.

Von den sieben Dienstleistungsbereichen in der Gliederung von Eurostat nach zehn Wirtschaftszweigen ist er der einzige mit weniger Erwerbstätigen als ein Jahr zuvor. Öffentliche Verwaltung, Bildung und Gesundheit kamen auf 543.560 mehr, Handel, Verkehr und Gastgewerbe auf 462.770 und freiberufliche und sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen auf 221.440. Außerhalb der Dienstleistungen zählte die Landwirtschaft 258.470 weniger und die Industrie 240.720 weniger, das verarbeitende Gewerbe allein 291.850 weniger.

Der Bereich ist noch immer deutlich größer als vor der Pandemie: Er zählt 1.241.970 Erwerbstätige mehr als Ende 2019. Seinen Höchststand erreichte er im ersten Quartal 2025 mit 7.644.680, heute sind es 93.230 weniger. Sein Anteil an allen Erwerbstätigen sank im Lauf des Jahres von 3,46 % auf 3,41 %.

Herkunft: Quelle
Erwerbstätige nach Wirtschaftszweigen, Europäische Union, zweites Quartal 2025 und 2026, saison- und kalenderbereinigt, und die Veränderung dazwischen. Gliederung von Eurostat nach zehn Wirtschaftszweigen, das verarbeitende Gewerbe innerhalb der Industrie ausgewiesen. Eurostat, namq_10_a10_e.
WirtschaftszweigQ2 2025Q2 2026Veränderung
Land- und Forstwirtschaft, Fischerei8.305.0408.046.570-258.470
Industrie33.443.90033.203.180-240.720
darunter verarbeitendes Gewerbe29.953.32029.661.470-291.850
Baugewerbe14.800.01014.903.550+103.540
Handel, Verkehr und Gastgewerbe52.982.65053.445.420+462.770
Information und Kommunikation7.625.4007.551.450-73.950
Finanz- und Versicherungsdienstleistungen5.028.0305.102.810+74.780
Grundstücks- und Wohnungswesen2.423.5102.459.070+35.560
Freiberufliche, wissenschaftliche und sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen28.664.51028.885.950+221.440
Öffentliche Verwaltung, Bildung und Gesundheit53.787.36054.330.920+543.560
Kunst, Unterhaltung und sonstige Dienstleistungen13.291.14013.444.060+152.920
Alle Wirtschaftszweige220.351.560221.372.990+1.021.430

Was die Zählung erfasst

Eurostat zählt Erwerbstätige, Arbeitnehmer und Selbstständige, im Wirtschaftszweig des Unternehmens, für das sie arbeiten. Eine Entwicklerin bei einer Bank zählt zur Finanzbranche; ein Buchhalter bei einem Telekommunikationsanbieter zählt zu Information und Kommunikation. Der Bereich umfasst Verlagswesen, Film und Rundfunk, Telekommunikation, Programmierung und Informationsdienstleistungen.

Jedes Quartal wird mit demselben Quartal ein Jahr zuvor verglichen. Die Zahlen sind saison- und kalenderbereinigt, doch von Quartal zu Quartal verläuft die Entwicklung ungleichmäßig: Im letzten Quartal 2025 kamen 22.610 Erwerbstätige hinzu, bevor die Zahl wieder sank. Erst der Vergleich mit dem Vorjahr zeigt dreimal in Folge einen Rückgang.

Es ist eine Nettoveränderung und eine erste Schätzung. 73.950 weniger ist die Differenz zwischen zwei Zählungen: Sie sagt nichts darüber, wie viele Menschen eingestellt wurden oder gegangen sind. Eurostat revidiert diese Zahlen, wenn weitere Daten eingehen.

Herkunft: QuelleWas hier gezählt wird
  1. DIE ZÄHLUNG: Erwerbstätige, also Arbeitnehmer und Selbstständige, aus den Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen von Eurostat, saison- und kalenderbereinigt.
  2. DER WIRTSCHAFTSZWEIG: die Branche des Unternehmens, nicht die Tätigkeit. Information und Kommunikation umfasst Verlagswesen, Film, Video und Musik, Rundfunk, Telekommunikation, Programmierung und Informationsdienstleistungen. Eine Entwicklerin, die bei einer Bank angestellt ist, zählt zur Finanzbranche.
  3. DER VERGLEICH: jedes Quartal gegenüber demselben Quartal ein Jahr zuvor, als Nettoveränderung. Einstellungen, Abgänge oder Kündigungen werden nicht gezählt.

73.950 weniger heißt also nicht, dass 73.950 Menschen eine Kündigung erhalten haben oder dass technische Arbeit verschwindet: Es heißt, dass die Unternehmen dieses Wirtschaftszweigs im zweiten Quartal 2026 73.950 Menschen weniger beschäftigten als im zweiten Quartal 2025.

Eine Zählung, ein Wirtschaftszweig und ein Vergleich, und eine Lesart, die eines davon vergisst, sagt, was die Quelle nicht sagt.

Drei Quartale unter dem Vorjahr

Der Bereich lag in jedem der letzten drei Quartale unter seinem Stand ein Jahr zuvor: um 12.080 Ende 2025, um 60.760 im ersten Quartal 2026 und um 73.950 im zweiten. Davor lag er zuletzt im vierten Quartal 2010 unter dem Vorjahr.

Der Rückgang zeigt sich, wie auch immer man zählt: Die Arbeitnehmer allein gingen um 56.340 zurück, und im Euroraum sank der Bereich um 102.950. Eurostat bereinigt jedes Aggregat getrennt, daher wird die Zahl für den Euroraum nicht von der für die EU abgezogen.

In denselben drei Quartalen wuchs die Erwerbstätigkeit in der EU insgesamt gegenüber dem Vorjahr um 1.021.430 bis 1.220.530. Der Bereich schrumpft, während die Wirtschaft um ihn herum noch Erwerbstätige hinzugewinnt.

Herkunft: Quelle
Information und Kommunikation, Europäische Union: Erwerbstätige in jedem Quartal, die Veränderung gegenüber demselben Quartal ein Jahr zuvor und die Veränderung in der Gesamtwirtschaft. Saison- und kalenderbereinigt. Eurostat, namq_10_a10_e.
QuartalErwerbstätigeVeränderung zum VorjahrGesamtwirtschaft, Veränderung zum Vorjahr
Q3 20247.587.060+128.870+1.647.980
Q4 20247.636.560+156.260+1.396.760
Q1 20257.644.680+79.980+959.190
Q2 20257.625.400+18.510+1.061.220
Q3 20257.601.870+14.810+1.134.870
Q4 20257.624.480-12.080+1.220.530
Q1 20267.583.920-60.760+1.154.180
Q2 20267.551.450-73.950+1.021.430

Was diese Zahlen nicht sagen

Sie sagen nicht, warum. Nichts hier misst künstliche Intelligenz, Zinsen, frühere Einstellungen oder die Entscheidungen einzelner Unternehmen, und keine Ursache wird bewertet.

Sie zählen weder Kündigungen noch Einstellungen und sagen nichts über Löhne, Arbeitszeiten, offene Stellen oder Bewerber. Sie zählen einen Wirtschaftszweig, keine Berufe: Technische Arbeit in anderen Branchen ist nicht enthalten.

Sie sagen nicht, welche Mitgliedstaaten den Rückgang getragen haben, und nichts davon ist eine Prognose. Das zweite Quartal 2026 ist eine erste Schätzung und kann revidiert werden.

Was das für Sie bedeutet

Wenn Sie in der EU im Bereich Information und Kommunikation arbeiten

Im zweiten Quartal 2026 zählte der Bereich 73.950 Erwerbstätige weniger als ein Jahr zuvor, das dritte Quartal in Folge unter dem Vorjahr, während die Erwerbstätigkeit in der EU um 1.021.430 wuchs. Gezählt wird nach Wirtschaftszweig, nicht nach Tätigkeit: Eine Entwicklerin oder ein Analyst bei einer Bank, einem Händler oder einer Behörde gehört nicht dazu, und die Finanzbranche kam im selben Jahr auf 74.780 Erwerbstätige mehr. Suchen Sie Ihre Rolle deshalb auch in diesen Branchen, nicht nur bei Verlagen, Telekommunikations- und Softwareunternehmen.

Wenn Sie in der EU für technische Stellen einstellen

Information und Kommunikation ist der einzige Dienstleistungsbereich der EU mit weniger Erwerbstätigen als vor einem Jahr, 73.950 weniger, während öffentliche Verwaltung, Bildung und Gesundheit 543.560 hinzugewannen und die Finanzbranche 74.780. Wenn Sie außerhalb dieses Bereichs einstellen, konkurrieren Sie um dieselben Profile mit Branchen, die noch wachsen: Nennen Sie in der Anzeige die Arbeit selbst, die Gehaltsspanne und den Vertrag, denn dort sieht eine Bewerberin, die mehrere Branchen vergleicht, zuerst nach.

Wie gezählt wurde

Methode

  1. Eine Tabelle. Eurostat, namq_10_a10_e (Employment by main industry, NACE Rev. 2, Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen, Quartalsdaten), am 6. Oktober 2026 aktualisiert und über die Verbreitungs-API von Eurostat am 6. Oktober 2026 um 23:20 (+01:00) gelesen.
  2. DAS MASS. Erwerbstätige insgesamt, Inlandskonzept, in Tausend Personen mit zwei Nachkommastellen, saison- und kalenderbereinigt; die Arbeitnehmer zur Kontrolle. Die Stände werden in Personen gedruckt: 7.551,45 Tausend sind 7.551.450.
  3. DER WIRTSCHAFTSZWEIG. NACE Rev. 2, Abschnitt J, Information und Kommunikation. Die Wirtschaftszweige folgen der Gliederung von Eurostat in zehn Gruppen, das verarbeitende Gewerbe innerhalb der Industrie ausgewiesen. Die sieben Dienstleistungsgruppen sind Handel, Verkehr und Gastgewerbe; Information und Kommunikation; Finanzen; Grundstücks- und Wohnungswesen; freiberufliche und sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen; öffentliche Verwaltung, Bildung und Gesundheit; sowie Kunst und sonstige Dienstleistungen.
  4. GRENZEN. Kein hier verwendeter Wert trägt eine Kennzeichnung. Das zweite Quartal 2026 ist eine erste Schätzung. Die Zahlen der Mitgliedstaaten werden getrennt bereinigt und ergeben zusammen nicht die der EU, daher wird der Rückgang nicht nach Ländern aufgeteilt; der Euroraum ist ein eigenes Aggregat und wird nicht von der EU abgezogen.
  5. DIE RECHNUNG DER REDAKTION. Jede Veränderung ist die Differenz zweier veröffentlichter Stände, und jeder Prozentsatz teilt sie durch den früheren. „Seit 2010“: Ab 1996, dem ersten Jahr, in dem ein Vorjahresvergleich möglich ist, war das letzte Quartal vor Ende 2025, in dem der Bereich unter demselben Quartal des Vorjahres lag, das vierte Quartal 2010.
Was die Daten belegen, und was nicht

Was die Daten belegen

  • Im zweiten Quartal 2026 waren 7.551.450 Menschen im Bereich Information und Kommunikation der EU erwerbstätig, 73.950 weniger als ein Jahr zuvor, während die Erwerbstätigkeit in der EU um 1.021.430 wuchs.
  • Er ist von den sieben Dienstleistungsbereichen der Gliederung von Eurostat nach zehn Wirtschaftszweigen der einzige mit weniger Erwerbstätigen als ein Jahr zuvor.
  • In jedem der letzten drei Quartale lag er unter demselben Quartal des Vorjahres (12.080, 60.760 und 73.950 weniger), zum ersten Mal seit Ende 2010.
  • Der Rückgang zeigt sich bei den Arbeitnehmern allein (56.340 weniger) und im Euroraum (102.950 weniger); der Bereich zählt noch immer 1.241.970 Erwerbstätige mehr als Ende 2019.

Was sie nicht belegen

  • Warum: Keine Ursache wird gemessen, auch nicht künstliche Intelligenz, Zinsen oder frühere Einstellungen.
  • Wie viele Menschen eine Kündigung erhielten oder eingestellt wurden: Die Zahlen sind Nettoveränderungen.
  • Irgendetwas über technische Berufe in anderen Branchen oder über Löhne, Arbeitszeiten, offene Stellen oder Bewerber.
  • Welche Mitgliedstaaten den Rückgang getragen haben: Zahlen nach Ländern werden nicht ausgewiesen.
  • Ob der Rückgang anhält oder wie die endgültige Zahl lauten wird: Das zweite Quartal 2026 ist eine erste Schätzung.
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